DE | FR | EN

Weltcup: Ihr Rennen dauert das ganze Jahr

Am Fusse des Chuenisbärglis blüht der Löwenzahn. Alexis Pinturault und Marcel Hirscher haben ihre Trophäen vom Januar längst ins Regal gestellt. Auch die 3500 freiwilligen Helfer sind in alle Himmelsrichtungen zerstreut. Und trotzdem: In Adelboden hält der Ski-Weltcup-Zirkus im Frühling und Sommer keinen Winterschlaf. Im Gegenteil. Zwei Vollzeitbeschäftigte sind im Büro an der Dorfstrasse alles andere als unterfordert. Sie und weitere temporär Angestellte beschäftigt der Grossanlass nämlich rund ums Jahr. Doch womit eigentlich?

Das Team widmet sich einerseits der Bilanz der vergangenen Skitage. Die ca. 250 Stellenprozente werden dabei etwa für Feedback-Sitzungen mit den Sponsoren eingesetzt. Diese Rückmeldungen ermöglichen es, die Bedürfnisse der verschiedenen Partner für die nächsten Ausgaben frühzeitig zu berücksichtigen. Daneben werten die Verantwortlichen den Event 2017 akribisch aus und lassen die Daten in Statistiken einfliessen. Dazu gehören natürlich auch unzählige Abrechnungen sowie der Buchhaltungsabschluss.

Nun kann das Ski-Weltcup-Büro den Blick endgültig nach vorne richten: Es geht darum, Sponsoring- und Verkaufsdokumentationen zu erstellen. So lassen sich Vertragsverhandlungen für den nächsten Event leichter einfädeln. Parallel zur Finanzierung soll das Konzept 2018 an Kontur gewinnen: Welche neue Ideen gibt es? Was davon ist realisierbar? Wie tritt die Marke Ski-Weltcup künftig auf? Alle diese Fragen gilt es zu klären und anschliessend auf verschiedenen Kanälen zu kommunizieren.

Viele Aufgaben also für den nächsten Skizirkus. Doch das Ski-Weltcup-Team muss sich nicht nur um einen einzigen Anlass kümmern. Daneben organisiert es zum Beispiel einen jährlich stattfindenden Workshop, wirkt als Partner beim Vogellisi-Berglauf oder setzt sich für den Musikantentreff der Weltcuporte ein. Diese und weitere Projekte füllen die Agenda an der Dorfstrasse endgültig. Doch ein Datum bleibt natürlich besonders fett markiert: Der 6. und 7. Januar 2018.