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Adelboden à la carte: Thymian macht tafelfreudig

Optisch ist der knorrig verholzte Zwergstrauch zwar nicht besonders auffällig. Aber den ungewöhnlichen Duft der Blätter und der kleinen rosa Blüten riechen Bergwanderer schon von Weitem: Es ist der wilde Thymian, der sich an trockenen, sonnigen und steinigen Stellen wohl fühlt – und darum ist dieser Lippenblütler auch im Engstligtal zu Hause.

Wer nun aber meint, dieses Kraut würde nur im mediterranen Raum in Suppen, Eintöpfen, Fisch- und Fleischgerichten genutzt, irrt sich: Die Adelbodner schätzen das würzige Aroma des Bergthymians seit Langem in der Küche – frisch oder getrocknet, grob gehackt oder fein zermahlen. Die Einheimischen wissen zudem, dass ihr «Mùttächölm» im September am intensivsten schmeckt, und das macht ihn zu einem idealen Kandidaten für «Adelboden à la carte».

Von Freitag, 8. September, bis Sonntag, 17. September, steht Adelboden zum zweiten Mal ganz im Zeichen des kulinarischen Herbstbeginns. Die zehntägige Event-Reihe ist dem lokalen kulinarischen Handwerk gewidmet – und der «Mùttächölm» ist ihr Botschafter und Zugpferd. Wie letztes Jahr die Preiselbeere die Speisekarte prägte, sorgt nun also der kräftige Geschmack des wilden Thymians für ein vielseitiges Programm.

Wie 2016 haben sich Gastronomen, Bäcker, Wein- und Käseexperten einiges für «Adelboden à la carte» einfallen lassen. Degustationsrunden, Buffets und Marktstände laden Besucher zum Probieren ein, und bei unzähligen Kursen können Gäste auch selber aktiv werden. Trotz dieser bunten Mischung bleibt der Protagonist Bergthymian aber omnipräsent. Er verlieht nicht nur dem Adelbodner Mineralwasser für kurze Zeit sein «Mùttächölm»-Aroma, sondern gibt auch Fondues, Bretzeli, Meringe und Nidletäfeli eine alpin-unverwechselbare Note. Und das ist erst die Spitze des Lohners …